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Öl- oder Essigflasche Borosilikatglas, 250 ml 839958

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Borosilikatglas. Laborglas im Haushalt

Das Borosilikatglas – ursprünglich ein Spezialglas für die optische und die chemische Industrie, entwickelt im Jahr 1891 in den Glaswerken von Ernst Abbe und Otto Schott im thüringischen Jena – ging in einem beispiellosen Siegeszug rund um die Welt. Die Gestalter des nahen Bauhauses in Weimar waren von der Idee des Laborglases in der Küche fasziniert. Sie gaben dem neuartigen Werkstoff seine zeitgemäße Form und fanden neue Verwendungsmöglichkeiten.

Spannend, aber spannungsfrei. Gefäße aus Borosilikatglas

Dieses Material hat Geschichte gemacht. Der unproblematische Werkstoff erlaubte Gestaltern die Entwicklung einer abgeklärt reduzierten Ästhetik – seit den 1920er Jahren wurde „feuerfestes“ Gebrauchsglas von Spitzengestaltern aus dem Bauhaus-Umfeld verwendet. Dadurch entstand erstmals ein in formaler und materieller Hinsicht „technisches“ Glas. Bekannte Größen wie Wilhelm Wagenfeld, Bruno Mauder und Ilse Decho gaben ihm seine zeitgemäße Form und fanden neue Verwendungsmöglichkeiten. László Moholy-Nagy kümmerte sich um die Werbung. Sie setzten dieses ideale, völlig zeitlose Gebrauchsglas gerade auch in der Küche ein, und genau da entfaltet es auch heute seinen ganz eigenen Reiz. Der Öl- oder Essigflasche etwa sieht man ihre Herkunft aus dem Labor noch an.

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